SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

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Andi@VW
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Andi@VW » So 20. Jul 2014, 09:58

Flo hat geschrieben:Unabhängig von der tatsächlichen Ausgestaltung einer Maut finde ich auf jeden Fall, dass der Straßenbau hierzulande hoffnungslos unterfinanziert ist. Und ich befürchte, mit einer allgemeinen Autobahnmaut passiert dann genau dasselbe, wie es auch schon nach der Einführung der LKW-Maut zu beobachten war: Das Budget für den Straßenbau bleibt gleich und die Mehreinnahen fließen in andere Kanäle :evil:

Man muss sich ja nur mal die Infrastruktur ansehen: Bei uns in den Wohngebiete eine absolute Katastrophe. Da kann ich verstehen, dass immer mehr SUVs rumfahren. Ganz extrem bei uns: Abgesenkte Schachtdeckel, teilweise 5 cm tief, überall Flickstellen, Bodenwellen, aufgebrochener Asphalt - unglaublich in einem Land mit einem BIP von fast 4 Billionen EURO :!:

Mit dem TT fahre ich schon Schlangenlinien, mit dem Twizy auch, sonst würde man teilweise fast aus dem Sitz katapultiert. Hier handelt die Politik imho viel zu wenig bzw. gar nicht !!!. An alle mögliche Fronten werden Milliarden gepumpt (Griechenland, Ukraine, Afghanistan u.v.a.m.) aber an der Heimatfront geht die Welt langsam aber sicher vor die Hunde :evil:

Sorry, aber ich finde das zum K....


Gruß
ISt vielleicht nicht irgendwann der Punkt erreicht wo man hinterfragen muß ob das Netz in der Größe noch sinnvoll zu erhalten ist oder ob man nicht den break even point erreicht hat wo es in der Tonart (da ne Autobahn, dort Fahrstreifenausbau etc.) einfach nicht mehr weitergehen kann.
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » So 20. Jul 2014, 10:34

Man muss sich eher fragen, ob es sinnvoll ist, das Verkehrsnetz noch weiter auszubauen oder erst einmal die bestehende Infrastruktur zu sanieren und danach an neue Straßen oder einen Ausbau zu denken.
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Felix
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Felix » So 20. Jul 2014, 10:52

Ich sag mal so, wenn in der Stadt mal ein Schlagloch ist finde ich das nicht so dramatisch.. Das muss ein Auto aushalten bzw. kann man ja drumrumfahren. Da gibt es wichtigere Löcher im Haushalt.

Was aber absolut gar nicht geht sind diese beträchtlichen Schäden auf den Autobahnen ("blow ups" bspw.). Das ist lebensgefährlich und muss umgehend behoben werden. Und wie Andi sagt, LKWs haben den größten Anteil an der Abnutzung der Autobahnen und haben dadurch einen ungerechtfertigen Wettbewerbsvorteil (externer Effekt :P) ggü. anderen Verkehrsträgern. Dem sollte erstmal Rechnung getragen werden, bevor wir anfangen von den paar Holländern die hier mal durchfahren ein paar Euro abzuluchsen...
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » So 20. Jul 2014, 11:12

Felix hat geschrieben:Ich sag mal so, wenn in der Stadt mal ein Schlagloch ist finde ich das nicht so dramatisch.. Das muss ein Auto aushalten bzw. kann man ja drumrumfahren. Da gibt es wichtigere Löcher im Haushalt.

Was aber absolut gar nicht geht sind diese beträchtlichen Schäden auf den Autobahnen ("blow ups" bspw.). Das ist lebensgefährlich und muss umgehend behoben werden. Und wie Andi sagt, LKWs haben den größten Anteil an der Abnutzung der Autobahnen und haben dadurch einen ungerechtfertigen Wettbewerbsvorteil (externer Effekt :P) ggü. anderen Verkehrsträgern. Dem sollte erstmal Rechnung getragen werden, bevor wir anfangen von den paar Holländern die hier mal durchfahren ein paar Euro abzuluchsen...
Wie ich eben schon geschrieben habe. Bitte erst die Bundesfernstraßen sanieren, bevor neue gebaut werden.
Du musst mal die A7 in in Höhe der Anschlussstelle Heidenheim in Richtung Norden (Ulm-Würzburg) fahren. Da ist aktuell schon auf 80 km/h reduziert worden. Und das nicht nur wegen Risse im Beton, sondern auch wegen höhendifferenzen von 1-2 cm pro Betonplatte. Da schüttelt und rüttelt es kräftig beim Drüberfahren.

Aber was die LKW-Maut betrifft, die finde ich auch zu niedrig. Speziell wenn man bedenkt, was so 40-Tonner im Vergleich zu einem PKW die Straße schädigt.

PS: Wobei ich teilweise täglich im Job sehe, was die LKW-Maut so an Kosten für die Stadt verursacht. Da kommen bei 0,19 €/km auch schöne Summen im Jahr zusammen, selbst wenn man nur im Stadtgebiet die mautpflichtigen Straßen nutzt.
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Dennis30 » So 20. Jul 2014, 11:22

A6 Avant V6 TDI hat geschrieben: Wie ich eben schon geschrieben habe. Bitte erst die Bundesfernstraßen sanieren, bevor neue gebaut werden.
Du musst mal die A7 in in Höhe der Anschlussstelle Heidenheim in Richtung Norden (Ulm-Würzburg) fahren. Da ist aktuell schon auf 80 km/h reduziert worden. Und das nicht nur wegen Risse im Beton, sondern auch wegen höhendifferenzen von 1-2 cm pro Betonplatte. Da schüttelt und rüttelt es kräftig beim Drüberfahren.
Haha, wenn ich das lese muss ich an ne nette Geschichte eines Kumpels aus Südhessen denken. :D
Der hatte ein Schlagloch übersehen, was ca. 8cm!!! tief war. Durchgeknallt und Felge im Eimer. Keine Schilder und nichts die Hinweise gegeben haben. Erstmal noch ein paar weitere Leute mobil gemacht, die für die neue Saison neue Felgen wollten. Alle durchgeknallt, Felgen im Eimer, Polizei geholt und am Ende hat jeder ne nette Summe überwiesen bekommen. :D
Ach ja, die Straße wurde auch komplett saniert.
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Andi@VW » So 20. Jul 2014, 11:29

Dennis30 hat geschrieben:
A6 Avant V6 TDI hat geschrieben: Wie ich eben schon geschrieben habe. Bitte erst die Bundesfernstraßen sanieren, bevor neue gebaut werden.
Du musst mal die A7 in in Höhe der Anschlussstelle Heidenheim in Richtung Norden (Ulm-Würzburg) fahren. Da ist aktuell schon auf 80 km/h reduziert worden. Und das nicht nur wegen Risse im Beton, sondern auch wegen höhendifferenzen von 1-2 cm pro Betonplatte. Da schüttelt und rüttelt es kräftig beim Drüberfahren.
Haha, wenn ich das lese muss ich an ne nette Geschichte eines Kumpels aus Südhessen denken. :D
Der hatte ein Schlagloch übersehen, was ca. 8cm!!! tief war. Durchgeknallt und Felge im Eimer. Keine Schilder und nichts die Hinweise gegeben haben. Erstmal noch ein paar weitere Leute mobil gemacht, die für die neue Saison neue Felgen wollten. Alle durchgeknallt, Felgen im Eimer, Polizei geholt und am Ende hat jeder ne nette Summe überwiesen bekommen. :D
Ach ja, die Straße wurde auch komplett saniert.
Wenns nicht anders geht, geile Aktion! Das muß man mal durchziehen! TOP! :twisted:
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Dennis30
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Dennis30 » So 20. Jul 2014, 11:48

Eben, fand die Aktion auch super! Wer nicht hören will, muss fühlen. ;)
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Markie » So 20. Jul 2014, 12:24

Dämliche Aktion. Wer vorsätzlich durch ein Schlagloch donnert, dem muß die Birne schon ganz schön vernebelt sein. :roll:
Außerdem bekommt man nur das ersetzt, was auch kaputt ist. Da ist nichts mit einem neuen Satz Felgen für die Saison.
Geht auch aus dem Heilbronner Urteil hervor.
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » So 20. Jul 2014, 16:06

Markie hat geschrieben:Dämliche Aktion. Wer vorsätzlich durch ein Schlagloch donnert, dem muß die Birne schon ganz schön vernebelt sein. :roll:
Außerdem bekommt man nur das ersetzt, was auch kaputt ist. Da ist nichts mit einem neuen Satz Felgen für die Saison.
Geht auch aus dem Heilbronner Urteil hervor.
Und wer dann noch mit 4 defekten Felgen kommt, wird evtl. nichts bekommen. Denn dann sollte absolut von Vorsatz ausgegangen werden.
Von versteckten Schäden, die durch das Durchfahren entstehen, will man gar nicht denken (z. B. Stoßdämpfer).
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Felix » So 20. Jul 2014, 16:17

Markie hat geschrieben:Dämliche Aktion. Wer vorsätzlich durch ein Schlagloch donnert, dem muß die Birne schon ganz schön vernebelt sein. :roll:
Außerdem bekommt man nur das ersetzt, was auch kaputt ist. Da ist nichts mit einem neuen Satz Felgen für die Saison.
Geht auch aus dem Heilbronner Urteil hervor.
Ja, sehe ich auch so. Wobei ich auch nicht verstehe warum da überhaupt was ersetzt wird. Ein 8cm Schlagloch kann man auch sehen.. :mrgreen:
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Flo » So 20. Jul 2014, 18:44

Felix hat geschrieben:Ich sag mal so, wenn in der Stadt mal ein Schlagloch ist finde ich das nicht so dramatisch.. Das muss ein Auto aushalten bzw. kann man ja drumrumfahren. Da gibt es wichtigere Löcher im Haushalt.
Ok, wenn es sich um singuläre Straßenschäden handelen würde, dann könnte ich auch damit leben. Der Zustand vieler Straßen hier in der Gegend, speziell in Wohngebieten, ist teilweise wirklich nicht mehr zu entschuldigen. Das sind keine Straßen mehr, sondern zum Teil Buckelpisten. Das hat schon System, dass man v.a. bei Nebenstrecken nichts mehr investieren möchte. Wozu auch, ein paar 30er Schilder + Zusatzschilder "Straßenschäden" sind schließlich deutlich günstiger...außerdem jammern die Kommunen sowieso über leere Kassen. Wird noch so kommen, dass bald jeder Anwohner zu einer Umlage verpflichtet wird, um den befahrbaren Zustand "seiner" Straße halbwegs zu gewährleisten...

Übrigens halte ich Straßenschäden auch innerorts für gefährlich, gerade für Zweiradfahrer.


Gruß
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Mo 21. Jul 2014, 06:34

Flo hat geschrieben:...außerdem jammern die Kommunen sowieso über leere Kassen. Wird noch so kommen, dass bald jeder Anwohner zu einer Umlage verpflichtet wird, um den befahrbaren Zustand "seiner" Straße halbwegs zu gewährleisten...
Das nennt sich dann Straßenausbaubeitrag bzw. Ausgleichsbetrag nach dem Baugesetzbuch. Und der wird schon von vielen Kommunen, insbesondere in Bayern, erhoben. Jedoch darf dieser nur erhoben werden, wenn die Straße komplett saniert wird und dadurch z. B. die Straße attraktiver gemacht wird oder der Wert des Grundstücks dadurch steigt.
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Tim » Mo 21. Jul 2014, 21:07

jch hat geschrieben:Im Prinzip ist doch nur sehr konsequent in den Plänen umgesetzt, was zur Wahl propagiert wurde:
- Maut für Ausländer, keine Mehrbelastung für Deutsche.
In Verbindung mit europäischer Rechtsprechung (alle müssen zahlen) führt das dann zur Kfz-Steuer und dank deren Einfachheit zu einer Mautberechnung sozusagen als "Anti-Steuer" mit der gleichen "Einfachheit".

Richtig, nur dass eine grundsätzlich fragwürdige Idee durch eine perfekte und konsequente Umsetzung im Kern nicht besser wird (aber das meintest du wohl auch...) ;)
jch hat geschrieben:Ich glaube ja noch nicht, dass das so kommt :lol:
Wenn es denn wirklich den Straßen und Brücken helfen würde, hätte ich auch kein Problem damit, wenn jeder PKW jährlich mit ca. 100€ zusätzlich belastet würde. Das sind 30ct / Tag...
Die Belastung an sich ist aus meiner Sicht auch nicht so das Problem. Im Vergleich zur Steuerbelastung (Mineralöl-, KFZ-, Luxussteuern) anderer europäischer Länder (Ö, S, DK,...) sind wir wohl noch ganz gut bedient. Die Frage ist nur, wieso immer alles so kompliziert sein muss, dass am Ende (im Fall Maut rechnerisch nachgewiesen) ein Großteil der Einnahmen in irgendeinem Wasserkopf verdunstet :cry: :evil:
jch hat geschrieben:Richtig wäre auch, wenn jemand, der 50.000km im Jahr fährt, mehr Steuer (oder Maut) zahlt für seinen PKW, als jemand der nur 5.000km zahlt.
Für mich wären 100€ im Jahr absolut verschmerzbar, wenn dafür die Infrastruktur besser in Schuss gehalten würde. Auch, wenn ich mit "meinen" Abgaben (KFZ-Steuer, Mineralölsteuer) schon den von mir verursachten Schaden an der Infrastruktur abgegolten habe und die LKWs zu wenig zahlen.
Der Nutzen würde da für mich ganz pragmatisch überwiegen.
Bingo, und dann sind wir bei der einfachsten aller Lösungen: rauf auf die Mineralölsteuer, dann zahlen alle mit hohem Verbrauch und hoher Fahrleistung mehr und gut ist. Und ich wage mal zu behaupten, dass nicht mal die steuerlichen Abflüsse durch Tanktourismus großartig ansteigen.

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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Di 22. Jul 2014, 06:17

Tim hat geschrieben:Bingo, und dann sind wir bei der einfachsten aller Lösungen: rauf auf die Mineralölsteuer, dann zahlen alle mit hohem Verbrauch und hoher Fahrleistung mehr und gut ist. Und ich wage mal zu behaupten, dass nicht mal die steuerlichen Abflüsse durch Tanktourismus großartig ansteigen.
Der Tanktourismus würde dann sicherlich ansteigen, zumindest solange es in dem Nachbarland günstiger ist als in Deutschland.
So macht man halt den Tank vor der Grenze noch voll (z. B. Österreich, Schweiz) und fährt dann zum Ziel. Gerade wenn die Mineralölsteuer beispielsweise um 10 Cent/Liter angehoben würde, wäre der eh schon deutliche Unterschied beim Benzinpreis zu Österreich noch höher, sodass sich der Tanktourismus wieder mehr lohnen wird. Zumindest bei den Leuten, die in der Nähe der Grenze wohnen. Und da die Mineralölsteuer nicht zu 100% in den Straßenbau fließt, sondern größtenteils in den normalen Bundeshaushalt, würde wohl auch nicht viel im Straßenbau ankommen.

Fazit: Wenn man mehr Geld für die Straßen möchte, dann gibt´s eigentlich nur wenig Möglichkeiten:
1. Man strukturiert um und verwendet z. B. die Mineralölsteuer, Ökosteuer usw. endlich zweckgebunden für den Straßenbau oder
2. man bringt ein Mautsystem ala Österreich. Also Maut nur auf Autobahnen und ggf. Bundesstraßen. So würde es dann auch in der unmittelbaren Grenzregion (z. B. Kehl-Straßburg) möglich bleiben, ohne Maut die Nebenstraßen zu nutzen, um zum Einkaufen nach Deutschland zu kommen.
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Re: SPON: Maut-Gebühr: Dobrindt stellt Konzept vor

Beitrag von Felix » Di 22. Jul 2014, 08:24

Die sollen diesen Schwachsinn einfach sein lassen. Jetzt kommen ja auch schon wieder die ersten Rufe nach Sonderregelungen für Grenzgebiete (auch aus der CSU!). Und sobald Ausnahmen zugelassen werden leidet wieder die Gerechtigkeit.. Zudem müssen die bösen Ausländer ja jetzt schon für diese - nicht minder stumpfsinnige - Umweltplakette blechen, wenn sie in eine größere Stadt möchten.

Weniger populistisch, aber eventuell sinnvoller wäre es, mal die Ausgabenseite zu betrachten.. Zum Beispiel wurden an der A81 zwischen HN und Stuttgart überall verkehrsabhängige, millionenteure Streckenbeschilderungen angebracht. Merkbarer Nutzen = 0. Da steht man sowieso immer im Stau, egal ob die Anzeige jetzt 120 oder 60 zeigt... :roll:
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