Der Spritpreis-Thread

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Flo
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von Flo » Mo 25. Jan 2021, 10:37

Der teure Shutdown-Sprit

Mitten im zweiten Shutdown schnellen die Preise für Benzin und Diesel nach oben. Kraftstoffe sind so teuer wie noch nie in dieser Pandemie. Ist die neue CO₂-Abgabe schuld daran?

So manchem Pendler werden die verschärften Homeoffice-Regeln gefallen. Erst recht bei diesen Spritpreisen! Wer dieser Tage eine Tankstelle ansteuert, muss seinen Kraftstoff so teuer bezahlen wie noch nie in dieser Pandemie. 1,414 Euro kostete der Liter Super und 1,247 Euro der Liter Diesel am Montag im Bundesdurchschnitt, wie das Portal benzinpreis.de errechnet hat. Das sind die höchsten Preise seit Ende Februar 2020. Damals, als das Virus sich breitmachte in Europa. Und zwei verheerende Crashs an den internationalen Rohölmärkten auslöste.

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Wie kann es sein, dass Benzin und Diesel plötzlich wieder so teuer sind, als gäbe es keinen Zusammenbruch des weltweiten Flugverkehrs – und keine Shutdowns, die das öffentliche Leben in Deutschland und anderswo lahmlegen? All das müsste die Nachfrage doch eigentlich sinken lassen, und damit auch die Preise. Ein kleiner Teil des Preisanstiegs erklärt sich durch die neue CO₂-Abgabe. Sie hat den Benzinpreis zum Jahreswechsel um etwa sieben Cent und den Dieselpreis um acht Cent je Liter erhöht. Im Gegenzug bekommen Fernpendler eine erhöhte Pendlerpauschale oder eine Mobilitätsprämie.

Entscheidend aber sind laut ADAC die Ausschläge am Rohölmarkt. »Die zeitweise extreme Entwicklung des Benzinpreises innerhalb der vergangenen zwölf Monate«, sagt Stefan Gerwens, Leiter des Verkehrsressorts beim Automobilverein, »spiegelt den dramatischen Preisverfall am Ölmarkt und die schrittweise Erholung wider«.

Der Ölmarkt hat sich radikal gewandelt

Nie zuvor haben die internationalen Rohölbörsen solche Kapriolen erlebt wie vor neun Monaten. Am 20. April stürzte der Preis für ein Fass (159 Liter) der US-Standardsorte WTI im New Yorker Handel bis auf minus 40 Dollar. Erstmals in der Geschichte dieses Marktes mussten Verkäufer Geld dafür bezahlen, dass ihnen jemand das Zeug abnahm. So überflüssig war der sonst so kostbare Stoff zu jener Zeit.

Doch seither hat sich der Ölmarkt gewandelt. Radikal. Das zeigen Daten der US-Energiebehörde EIA. Demnach war von Juni bis Dezember die weltweite Nachfrage in jedem einzelnen Monat höher als das Angebot. Zum einen drosselten große Produzenten ihre Förderung: allen voran die OPEC-Staaten. Sie verringerten ihren täglichen Ausstoß zeitweise um mehr als acht Millionen Fass pro Tag. Auch russische oder amerikanische Ölunternehmen kürzten ihr Angebot. Zum anderen verbrannte die Menschheit bald wieder mehr Erdöl. Der erste Nachfrageschub kam mit den Lockerungen nach der ersten Corona-Welle im Westen und dem Aufschwung in China. Im Nordhalbkugel-Herbst ging der Verbrauch dann noch weiter nach oben, trotz der zweiten Viruswelle.

02.png

»Der Einbruch der Weltwirtschaft war stark, aber die Erholung war auch kräftig. Die Ölnachfrage spiegelt das wider«, sagt Dora Borbély, Rohstoffstrategin der DekaBank. Die derzeitigen Lock- und Shutdowns seien für die Wirtschaft längst nicht so folgenschwer wie die Maßnahmen der ersten Welle.

»In so gut wie allen Ländern wird die Industrie weitgehend von den Lockdowns ausgeklammert«, sagt Borbély. Die globalen Lieferketten seien diesmal weitgehend intakt geblieben. »Das hält die Konjunktur trotz der höheren Infektionszahlen relativ hoch.« Und damit auch die globale Nachfrage nach Erdölprodukten.

Der Dienstleistungssektor wird zwar teils hart getroffen. Allerdings verbrauchen Restaurants, Hotels oder Handelsbetriebe generell relativ wenige Erdölprodukte. Umso mehr Sprit benötigen dafür in normalen Zeiten die Fluggesellschaften. Der Kollaps des internationalen Luftverkehrs hat deshalb auch beträchtlichen Anteil daran, dass der weltweite Ölverbrauch noch immer niedriger ist als vor der Pandemie.

Zurzeit verbrennt die Menschheit laut EIA-Schätzungen pro Tag knapp 94 Millionen Fass (je 159 Liter). Das sind rund drei Millionen Fass weniger als im Januar 2020. Obwohl die globale Nachfrage in diesem Monat sinken dürfte, ist der Rohölpreis seit Jahresanfang noch mal spürbar gestiegen. Mehr als 56 US-Dollar kostete ein Fass der Nordsee-Standardsorte Brent in den vergangenen Tagen, so viel wie seit fast elf Monaten nicht mehr.

01.png

Maßgeblich verantwortlich hierfür ist Saudi-Arabien. Der bei Weitem größte Ölproduzent der Opec hat seine Förderung freiwillig um eine Million Fass gekürzt, um das Angebot knapp und die Preise oben zu halten. »Aber diese Strategie wird Saudi-Arabien nicht lange durchhalten«, sagt Expertin Borbély voraus. Viele Opec-Mitglieder brauchen Geld nach dem Horrorjahr 2020 mit teuren Lockdowns und schwachen Petro-Erlösen. Gerade bei diesen Preisen ist die Verlockung groß, das Kartell zu brechen – und mehr auf den Markt zu werfen.

Zudem ist die Gefahr nicht gebannt, dass die Weltwirtschaft und mit ihr der Ölverbrauch abermals einbricht: etwa wenn sich Virusmutationen rapide ausbreiten oder die Impfkampagnen nicht so laufen wie erhofft. Borbély ist deswegen überzeugt: »Die 50-Dollar-Marke wird nicht die nächsten Monate halten.« Dann würde auch der Sprit an Deutschlands Zapfsäulen wieder günstiger werden. Und sich besser einfügen ins triste Pandemiebild.


Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/benzi ... obal-de-DE

Gruß
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Mo 25. Jan 2021, 11:45

Na dann bleibt zu hoffen, dass die Vorhersage mit sinkenden Preisen auch so eintreten wird.

Wenn der Shutdown mal ein Ende hat und sich die Weltwirtschaft erholt, kann es schnell auch deutlich teurer werden.

Wobei eben rund die Hälfte des Anstieges von rd. 22 Cent mit 11 Cent für Diesel der CO2-Steuer (8) und höheren MwSt. (3) geschuldet ist. Beim Benzin sieht es nicht viel anders aus.
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Fr 5. Feb 2021, 16:56

Rohöl (WTI): 56,82 $
Rohöl (Brent):59,57 $
Euro: 1,2022 $

Fazit: Rohöl steigt langsam aber sich an.

Vorher an Hem-Tanke
Diesel: 1,269 €
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von shabooboo » Fr 5. Feb 2021, 19:11

Bei uns lag Diesel vorhin auch bei 1,289€/l und Super E5 bei 1,46€/l.
1h später waren die Preise 2 Cent günstiger.

Ich bin der Meinung, dass die Preise letzte Woche noch teilweise unter 1,20€/l lagen.

Na ja, habe auch schon mal 1,60€/l für Diesel bezahlt :D .
Bild

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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von Flo » Mo 15. Feb 2021, 13:57

Spritpreise ziehen deutlich an - Vor allem Diesel verteuert sich

2021_02_10_wochenvergleichkraftstoff.jpg

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/7849/4835040

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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Do 25. Feb 2021, 16:28

Länger schon nicht mehr nach den Spritpreisen geschaut. Alle Achtung, ja schon erneut wieder gestiegen:

Diesel: 1,289 €
Super E5: 1,489 €

Bei großen Marken teils 4 Cent mehr.
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von shabooboo » Do 25. Feb 2021, 19:34

Vorhin lag Diesel bei 1,229€/l in Braunschweig, davor 1,329€/l.
Ich habe letzte Woche für 1,269€/l getankt.
Bild

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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von Flo » Fr 26. Feb 2021, 00:41

Die Sprünge werden wieder größer...📈📉📈


Gruß
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Fr 26. Feb 2021, 09:21

shabooboo hat geschrieben:
Do 25. Feb 2021, 19:34
Vorhin lag Diesel bei 1,229€/l in Braunschweig, davor 1,329€/l.
Ich habe letzte Woche für 1,269€/l getankt.
Hab gestern Abend doch noch für 1,259 € volltanken können.
Zuletzt geändert von A6 Avant V6 TDI am Fr 26. Feb 2021, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von Hoinzi » Fr 26. Feb 2021, 09:56

A6 Avant V6 TDI hat geschrieben:
Fr 26. Feb 2021, 09:21
Hab gestern Abend doch noch für 1,259 € volltrunken können.
Das war dann aber der billigste Fusel aus dem Aldi, wenn 1,259 € für eine Volltrunkenheit gereicht hat... :D

Hach, Autokorrektur ist doch was tolles... ;)
Ein Auto. Mit vier Rädern außen und einem innen.

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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von Flo » Fr 26. Feb 2021, 11:40

Die Frage ist nur: Wann ist man voll? :D


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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Fr 26. Feb 2021, 14:34

Hoinzi hat geschrieben:
Fr 26. Feb 2021, 09:56
A6 Avant V6 TDI hat geschrieben:
Fr 26. Feb 2021, 09:21
Hab gestern Abend doch noch für 1,259 € volltrunken können.
Das war dann aber der billigste Fusel aus dem Aldi, wenn 1,259 € für eine Volltrunkenheit gereicht hat... :D

Hach, Autokorrektur ist doch was tolles... ;)
Ja, immer die Autokorrektur.

Habe gestern auch bemerkt, dass diese bei Whatsapp aus "ins" ein "und" gemacht hat.
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Re: Der Spritpreis-Thread

Beitrag von A6 Avant V6 TDI » Fr 26. Feb 2021, 14:35

Flo hat geschrieben:
Fr 26. Feb 2021, 11:40
Die Frage ist nur: Wann ist man voll? :D


Gruß
Genau :D .

Da ich äußerst selten Alkohol trinke, würde es wohl nicht so lange dauern.

Der Tank vom Golf war gestern randvoll, sind sogar ein paar Tropfen raus.
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